Als Bürgermeister ist es mein Ziel, eine moderne, effiziente und umweltfreundliche Infrastruktur in Wismar zu schaffen, die den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird und gleichzeitig die Attraktivität unserer Stadt für Bewohner, Besucher und Unternehmen erhöht. Dabei möchte ich jedoch nicht den Pkw aus Wismar verbannen oder dessen Nutzung einschränken. Eine überarbeitete Verkehrsführung und ein optimierter ÖPNV sind zentrale Elemente dieses Vorhabens.
1. Überarbeitung des Verkehrskonzepts
Seit Jahren wird in der Politik über autofreie Innenstädte, die Umwidmung von Straßen in reine Fahrradstraßen und Tempo-30-Zonen zum Zwecke des Klimaschutzes diskutiert. Diese Maßnahmen schränken nicht nur Bürger ein, sondern senken auch die Attraktivität der Innenstadt und schaden dadurch den lokalen Unternehmen.
Als Bürgermeister werde ich ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule Wismar starten, um die Ampelschaltungen zu prüfen und zu überarbeiten – statt ein teures Verkehrsingenieurbüro aus Dresden zu beauftragen. Wir haben an der Hochschule eine Professorin mit dem Schwerpunkt Verkehr. Warum nutzen wir nicht die Expertise vor Ort?
Konkret werde ich prüfen lassen:
- Ob eine grüne Welle durch die Hauptverkehrsadern (Bürgermeister-Haupt-Straße, Lübsche Straße, Schweriner Straße, Rostocker Straße) und den Altstadtring möglich ist
- Ob nachts weitere Ampeln abgeschaltet werden können – statt dass Bürger an leeren Kreuzungen bei Rot warten
2. Barrierefreiheit und Kopfsteinpflaster
In meiner Arbeit in der Bürgerschaft habe ich bereits einen Prüfantrag eingebracht, um die Querungssituationen in der Altstadt zu überprüfen. Kopfsteinpflaster gehört zu unserem Weltkulturerbe, aber es darf kein Hindernis für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen sein.
Auf meinen Aufruf über Facebook kamen unzählige Berichte von Anwohnern: hochgedrückte Gehwegplatten durch Wurzelwerk, fehlende abgesenkte Bordsteine, seit Jahren keine Reparaturen. Als Bürgermeister werde ich eine systematische Bestandsaufnahme der Barrierefreiheit veranlassen – für die gesamte Stadt, nicht nur die Altstadt.
3. Optimierung des ÖPNV
Der ÖPNV hat nicht zuletzt durch das Deutschland-Ticket an Attraktivität gewonnen. Im Gegensatz zu vielen ländlichen Regionen haben wir in Wismar ein recht gut ausgebautes Busnetz. Dieses gilt es bedarfsgerecht zu erweitern und flexibel an Veranstaltungen wie das Schwedenfest oder Hafenfest anzupassen. Ziel ist es, den ÖPNV so attraktiv und effizient wie möglich zu gestalten, um die Nutzung zu fördern und den Verkehr in der Innenstadt zu entlasten.